Sonntag, 8. Juli 2012

Nothing´s like its seems....

Hallo!

Da heute bei mir nichts besonderes passiert ist, werde ich einfach mal eine andere Art von Post machen. Wie ihr ja schon wisst, lese ich das Buch "Whisper", genauer gesagt, ich hab es heute fertig gelesen. Durch den Blog von Melanie kam mir eine Idee. Sorry, Melanie, dass ich deine Idee geklaut habe, aber sie ist gut! Ich mache jetzt eine Art "Roman in Zitaten" von Whisper oder wie man es nennen mag.

So, los gehts, lest einfach:

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Ich habe die Brüder Löwenherz auf Mutters Nachttisch gefunden, ich habe darin gelesen. Ich habe darin gelesen, und Jonathan war wieder da. Er war so sehr nah, dass ich meinte, ihn halten zu können. Mich an ihm festhalten zu können.
Eliza, 7. Juli 1975




Und wenn ich selbst ein Geist wäre? Würde mein Vater dann mit mir sprechen? Würde er im Traum nach mir rufen, so wie jetzt nach Jonathan? Und ich- würde ich antworten? Oder würde ich ihn mit Schweigen strafen? Der Abend ist Nacht geworden, und das Dorf ist zu still für solche Gedanken. Ich schiebe sie zurück wie einen dunklen Vorhang, aber heller wird es dadurch nicht.
Eliza, 13. Juli 1975




Der Dachboden wird mir gehören. Mir allein. Während mein Vater Robert zu weiteren Arbeiten am Haus überredet, schleiche ich mich hoch. Ich bin umgeben von Vergangenheit, und mein Lächeln verfängt sich in fremden Geschichten. Ich will auch eine Geschichte haben, eine, die ich selbst bestimme.
Eliza, 15. Juli 1975
 

Es ist so still hier oben. Ich denke an all die Dinge, die man auf einem Dachboden tun kann. Ich schaue Robert an und fühle, dass er auch an Dinge denkt. Ich will, dass er mich liebt. Ich liebe ihn nicht, aber ich will, dass er mich liebt.
Eliza, 23. Juli 1975




Ich glaube, dass die Angst, die man hat, wenn man an einem Abgrund steht, in Wahrheit vielmehr eine Sehnsucht ist. Eine Sehnsucht, sich fallen zu lassen- oder die Arme auszubreiten und zu fliegen.
Eliza, 25. Juli 1975



Sich einem anderen Menschen anzuvertrauen, ist im Grunde wie ein Spiel, bei dem man entweder alles verliert oder alles gewinnt. Der andere ist immer der Gegner, und genau so muss man ihn behandlen. Kein Spieler legt seine Karten offen auf den Tisch. Er behält sie in der Hand und wählt aus, welche er zuerst aufdeckt und welche er bis zum Schluss zurückbehält.
Eliza, 27. Juli 1975


Einen Menschen so zu lieben, wie er ist, das ist leicht. Schwer ist, einen Menschen so zu lieben, wie er nicht ist. In einem Menschen all das zu sehen, was er sein könnte, aber noch nicht sein kann. Das hat Jonathan einmal zu mir gesagt, und heute am See fallen mir seine Worte wieder ein.
Eliza, 3. August 1975


Die Luft ist drückend und schwer. Draußen steigt Nebel auf, er geistert über die Wiesen. Als ich das Zugfenster öffne, riecht es nach Regen. Kein Mond, keine Sterne, nur Nebel und der Geruch nach Regen. Vielleicht wird sogar ein Sturm daraus.
Eliza, 21. August 1975


Der Sturm hat sich gelegt, er kam und ging so schnell, dass ich mich frage, ob alles nur ein Traum war. Es ist sehr still hier oben.
Zum ersten Mal fällt mir auf, wie still es hier oben ist.
Eliza, 21. August 1975


Der Himmel ist wieder ganz klar. Es scheint kein Mond, aber da ist ein Stern. Ein großer heller Stern. Er strahlt dierkt durch die Dachluke. Sterne sind niemals zum Greifen nah. Sie sind unendlich weit weg, das macht den Schmerz aus, den man empfindet, wenn man zu ihnen hochschaut. Dieses hauchzarte Ziehen tief im eigenen Herzen. Manchmal frage ich mich, ob Jonathan dort oben ist.
Eliza, 21. August 1975


Ein Ende. Ich habe mir gar kein Ende ausgedacht.
Gleich beginnt meine Geschichte, aber ich habe noch kein Ende. Geht das überhaupt? Kann man sich eine Geschichte ausdenken und das Ende offen lassen?
Eliza, 21. August 1975


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Ja, Eliza, dass kann man. Finde ich jedenfalls. Ich hoffe, euch hat es nicht zu sehr gelangweilt.
Morgen gibt es keinen Blogeintrag, aber das wisst ihr ja schon.


Lisa <3

 



6 Kommentare:

  1. :D bitte für die Idee. Ich liebe Buchzitate. Mir gefallen die Tagebucheinträge so sehr.
    Mir ist gestern das erste mal passiert, dass ich in einem Buch eine Textstelle markiert habe, weil sie so genial ist.
    Seite 121 "Vor der Kamera entwickelte sogar der selbstbewussteste Mensch eine sonderbare Scheu - eine Mischung aus Abwehr und Angst. Die Macht lag bei dem, der hinter der Kamera war, denn im Unterschied zum Modell verbarg der Fotograf sein Gesicht. Vor der Kamera war man schutzlos, ausgeliefert, man stand da wie vor einer Frage, auf die man keine Antwort wusste. Wie sollte man aussehen, welches Gesicht wurde von einem erwartet - ein schönes Gesicht? war man denn schön? Fühlte man sich so, wie man aussehen sollte?
    Eine Art, diese Unsicherheit zu überspielen, war das Lachen!"
    Das ist mir das erste mal richtig bewusst aufgefallen, wahrscheinlich weil ich in letzter Zeit so verrückt nach fotografieren bin...

    Liebste Grüße :*
    Melanie

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    1. Oh ja, die Stelle war auch richtig toll, aber ich kenn das Buch noch nicht so gut, deswegen bin ich bei dein Tagebucheinträgen geblieben.

      Lisa

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  2. Kam die Idee nicht von Dani?? Da kann ich mich noch an die vielen Zitate von Tribute von Panem erinnern.Habe es ja auch schon gemacht,auch von dem Buch :))
    Die Zitate sind einfach sooo toll,schön und einfach inspirierend <3 Ich liebe das ganze Buch einfach *.*
    Morgen bringe ich dir "Julia" mit!

    LG Anna :*

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    1. Ja, die Idee kam auch von Dani, aber speziell ausschlaggebend für diesen Post war Melanie, weisch :-)

      Lisa

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    2. Ja isch weß es jetzt ;DD

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